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Sonnenwende- Online

Planetenbilder

Von Bernd Westphal


Der Begriff Planetenbilder wurde von Alfred Witte, dem Begründer der Astrologie Richtung "Hamburger Schule", geprägt. Er war es auch, der den Widderpunkt wie einen Wirkpunkt verwendete . Er hat die schon vorher bekannten Halbsummen und sensitiven Punkte (Lots) systematisiert und die Spiegelung der Planeten im Tierkreis der Astrologie erschlossen.


Planetenbilder sind symmetrische Anordnungen der Planeten und  Faktoren im Tierkreis. Sie beziehen sich auf eine gemeinsame Spiegelachse. Es ist dabei gleichgültig, ob der Achsenmittelpunkt besetzt ist oder nicht und wie  viele Planetenbilder in einer Achse auftreten.


Halbsummen


Die Mitte zwischen 2 Planeten wird als Halbsummenachse, auch Spiegelachse bezeichnet. Sie teilt den Kreis in 2 Hälften. Es ist der Punkt  der in den kürzeren Schenkel beider  Faktoren fällt.


Besetzt ein Faktor c die Achse a / b, so entsteht ein gleichschenkliges Dreieck(a,c,b).





























Eine so besetzte Halbsumme wird richtig c=(a+b)/2  geschrieben, üblicherweise  auf  c=a/b verkürzt .


Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten Halbsummen. Direkt ist wenn c in der Mitte von a/b steht.


Indirekt werden Halbsummen genannt, wenn sie nicht in c, sonder in einem der Aspektpunkte  oder einen Kreisteilerpunkt von c liegen.





























Befindet sich der Halbsummenpunkt eines zweiten Faktorenpaares auf der Halbsumme des ersten, so bilden alle vier Faktoren ein gleichschenkliges Trapez mit Achsenbesetzung, der fünfte Faktor steht in der Achse.





























Notation: a/b = d/e=c. Hier, MA/SO = CH/UR = ME.



Differenzen





























Der Abstand  zwischen a-b wird als Differenz , Distanz oder einfach Abstand   bezeichnet.

Es gibt diesen Abstand in zwei Richtungen a-b und b-a , Bogen und Gegenbogen.


"Gleiche Differenzen bilden Planetenbilder",Witte.



























Bei a/b=d/e ist augenscheinlich der Abstand zwischen a-c und b-d gleich groß, also a -c =b - d.


In der Literatur der Hamburger Schule wird eine Differenz oft als vollständiges Planetenbild zitiert. Gemeint ist hier nicht der Abstand,  der  keinen festen Punkt im Kreis bezeichnet,  sondern  ein sensitiver Punkt der Form Widderpunkt + a - b.


Wird der Widderpunkt mit einbezogen sieht eine Differenz so aus:




























Man kann eine Differenz auch als Zeitbogen einer Direktion verwenden.


Die Differenzen lösen sich,  z.B.im  Sonnenbogen,  in sich selbst aus. Selbstauslösungen lassen sich in Lebensläufen nachweisen.


Hier ein Beispiel: Radix und Sonnenbogen verschoben zum Attentatszeitpunkt (John F. Kennedy)




























Halbe Differenzen (a-b)/2


Das für Differenzen gesagte gilt auch hier.



























Der sensitive Punkt für die halbe Differenz liegt so  : Widderpunkt + (a-b)/2.


Auch hier gibt es Selbstauslösungen.



Summen


Summen sind eine Sonderform der Sensitiven Punkte. Nach Witte ist die

Summe zweier Faktoren ein sensitiver Punkt des Erdhoroskopes.


Der Widderpunkt wird um die Halbsummeneinstellung gespiegelt.



























Notation: a+b-Widder=X. oder kurz a+b , weil der Widderpunkt ja rechnerisch den Wert 0 hat.





Sensitive Punkte


Sensitive Punkte leiten sich generell aus einem gleichschenkligen Trapez ab.  In x liegt der Spiegelpunkt von c, wenn über die Achse a/b gespiegelt wird.


Wenn man von sensitiven Punkten spricht ist meist diese Form gemeint.



























Nur wenn  dieser sensitive Punkt  besetzt ist  kann er zu einer  Aussage herangezogen werden.. In x liegt also die Eigenschaft der anderen 3 Faktoren.




Spiegelpunkte


Spiegelpunkte sind ebenfalls eine Sonderform der sensitiven Punkte.

























Ein  Planet über einen anderen gespiegelt ergibt x. Die Spiegelpunkte sind in den Listen mit a^b oder als sensitiver Punkt   a+a-b=x. Gekennzeichnet.


 
























In der klassischen Astrologie wird eine spezielle Form als Spiegelpunkt bezeichnet. Er entsteht durch die Spiegelung eines Planeten über die Kardinalachsen des Tierkreises,  Widder^ a =x.

Diese Spiegelpunkte werden auch Antiscien genannt.




Multiple Differenzen


Die Multiplen Differenzen sind eigentlich eine Weiterführung der Spiegelpunkte in sofern, dass die Differenz, mit der gespiegelt wird, mehrmalig auf den letzten Spiegelpunkt  wiederholt wird. Es wird vorwärts und rückwärts gespiegelt























Rechnung : (a- b)* Spiegelungsszahl

Notation: a-b * Spiegelungszahl =x


Dreier Summen


Die  dreier Summe ist  die Summe aus 3 Faktoren a+b+c und nur  von wenigen Autoren verwendet worden, wie etwa Schlaghecke und Perch.




























Die Dreiersumme hat  eine Spiegelachse. Sie verläuft zwischen  a+b / c  und  Widderpunkt / a+b+c.


Die Deutung ergibt sich aus der Summierung der Eigenschaften  aller 3 Faktoren.


Ein Beispiel ist der PP =  persönliche Punkt aus  MC (Seele) +Poseidon (Geist) + Sonne (Körper) nach  Carl Perch.

Notation : a+b+c =x





Dreier Differenzen


Die  dreier Differenzen sind das Ergebnis der Subtraktion  3er Faktoren, a- b -c und sind ebenfalls nur  von wenigen Autoren verwendet worden, Schlaghecke und Perch.


Die Deutung ergibt sich aus den  Eigenschaften  aller 3 Faktoren.


Die Dreiersumme hat auch  eine Spiegelachse. Sie verläuft zwischen  a-b / c  und  Widderpunkt / a-b-c.

Notation : a-b-+c = x



























Halbsumme zu Halbsumme


Halbsumme zwischen 2 Halbsummen oder einer Halbsumme und einem Faktoren


Natürlich gibt es auch Halbsummen zwischen Halbsummen, oder zwischen einer Halbsumme und einem Faktor. Ist die Achse der Halbsumme nicht durch einen anderen Faktor besetzt, sollte man auf die Deutung verzichten.






























Wir folgen der Notation nach Perch  (?)=: a/b // c/d =x

Im Beispiel , Kennedy r AS / NE // SO /VE = MC

verborgene (AS/NE) Liebschaften (SO/VE)  auch im Beruf (MC). Voila!






Literatur:


Alfred Witte: Der Mensch


Standardwerk für sensitve Punke mit Planeten der Hamburger Schule ist das

Regelwerk für Planetenbilder, von Witte/ Sieggrün/ Lefeldt


Standardwerk für Halbsummen  und besetzte Halbsummen mit den klassischen Planeten ist " Kombination der Gestirnseinflüsse", von Reinhold Ebertin.


Carl Perch und Heinz Schlaghecke in diversen Artikeln in den Hamburger Heften.





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